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Sechs frisch abgefüllte Alltagsweine unter 10€ - von Suffmeistern empfohlen


Es wieder soweit: Allmählich treffen die 2012er Gutsweine in den Weinhandlungen ein oder finden ihren Weg auf die Karten der Restaurants. Die kürzlich abgefüllten Weine geben uns nicht nur Ausschau auf den neuen Jahrgang, sondern verkürzen auch die Wartezeit auf die großen Abfüllungen, die teilweise noch in den Tanks und Fässern schlummern. Unkompliziert und spritzig, passen die kleinen Glückstropfen perfekt zu den ersten Sonnentagen und lassen darüber hinaus ausreichend finanziellen Spielraum für ordentliche Steaks auf dem Grill.

Wir haben sechs Suffmeister um ihre liebsten Alltagsweine des neuen Jahrgangs gebeten. Hier die spannenden Empfehlungen:

Sechs frisch abgefüllte Alltagsweine unter 10€ von Suffmeistern empfohlen
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Stéphane Gass aus der Schwarzwaldstube empfiehlt den 2012er Sommeracher Rosenberg vom Weingut Waldemar Braun in Franken

Stéphane Gass (Schwarzwaldstube, Baiersbronn)

Der Wein: 2012 Sommeracher Rosenberg, Scheurebe Kabinett, Weingut Waldemar Braun, Franken

"Die im Edelstahltank ausgebaute Scheurebe aus dem Escherndorfer Lump besitzt eine saftige, rassige Johannisbeer-Frucht und brilliert durch das perfekte Zusammenspiel aus Restsüße und Säure. Dennoch ist der Wein am Gaumen eher dezent-fruchtig, dabei voll und mit feiner Eleganz. Der Wein ist nicht nur für Scheurebe-Liebhaber ein Erlebnis, sondern auch die ideale Begleitung zur asiatischen Küche.

Das Weingut Waldemar Braun in Nordheim am Main bewirtschaftet seine 12 Hektar Rebfläche nach den Richtlinien des „naturnahen Weinbaus“. Die in kleinen Mengen angebaute Scheurebe ist eine Kuriosität des Weinguts, der man viel Aufmerksamkeit widmet."

Markus Berlinghof aus dem Jacobs Restaurant empfiehlt den 2012er Sauvignon Blanc II vom Weingut von Winning

Markus Berlinghof (Jacobs, Hamburg)

Der Wein: 2012 Sauvignon Blanc II, Weingut von Winning, Pfalz

"Toller Sauvignon-Vertreter aus unserer Heimat, mit einer typischen Sauvignon-Nase, verhalten-frisch und nicht überdimensional laut. Er wurde komplett ohne neues Holz ausgebaut, zeigt eine spielende Säure mit viel Saft und stabilem Körper. Und bei einem moderaten Alkohol von 12,5 % macht er bei jedem Schluck Lust auf mehr!"

Billy Wagner aus der Rutz Weinbar in Berlin empfiehlt den 2012er Jacobus vom Weingut Peter Jakob Kühn im Rheingau

Billy Wagner (Rutz, Berlin)

Der Wein: 2012 Jacobus, Riesling, Weingut Peter Jakob Kühn, Rheingau

"Muss man um einen Wein, der unter 10 € kostet, eine Riesengeschichte machen? Vielleicht. Der Wein ist doch nur dazu da, um ihn nach dem Kauf sofort zu trinken. So einen Wein nimmst du mit auf eine Party, auf der es nur zu warmes Sterni und Rheinhessen-Spätlese aus Plastikbechern zu trinken gibt. Da mit ihm die selbst getränketechnisch schlechteste Party noch zum Renner werden kann, empfehle ich immer, eine zweite Flasche in petto zu haben. Dass der Wein nichts mit typischem Rheingau-Fruchtwasser zu tun hat, sondern dass er als der seriöseste Wein seiner Klasse zählt und so wunderbar „unfruchtig“ ist, ist auf so einer Party auch egal. Beim Leeren des Jacobus werde ich immer so gelassen und ruhig. Ich mag das, wenn Weine nicht so aufregend sind – beim Trinken merkt man die Ausgeglichenheit von Peter Kühn."

Sebastian Bordthäuser aus dem Steinheuers Restaurant empfiehlt den 2012er Riesling von A.J. Adam

Sebastian Bordthäuser (Steinheuers, Bad Neuenahr)

Der Wein: 2012 Riesling trocken, A.J. Adam, Mosel

"Alltag, keine Lust, viel Kohle auszugeben und trotzdem was Vernünftiges trinken wollen? Kein Problem: Riesling geht immer und muss nicht teuer sein. Und Mosel geht immer noch einen besser. Andreas Adam, der seit dem Jahr 2000 den Dhroner Hofberg beackert wie kein anderer, bietet seit zwei Jahren auch einen trockenen Gutswein. Er ist zu 100% aus eigenen Reben aus dem höchstgelegenen Teil des Berges gekeltert und wurde spontan im Stahl trocken vergoren – aus gesunden Trauben ohne eine Spur von Botrytis. Ein klassischer, trockener Moselriesling, der mit feiner Frucht und einem super Mundgefühl punktet. Eine gewisse Saftigkeit ist gepaart mit einer nicht wegzudiskutierenden Schiefer-Mineralität und einer unglaublich grippigen Textur, die Schnappatmung hervorruft und schnell nachschenken lässt. So auch bei dieser Besprechung: Zeichenzahl erreicht, Flasche leer. Feuerwehr!"

Thomas Sommer aus dem Gourmetrestaurant Lerbach empfiehlt den 2012er "Just Riesling!" vom Weingut Hermannsberg an der Nahe

Thomas Sommer (Gourmetrestaurant Lerbach, Bergisch-Gladbach)

Der Wein: 2012 „Just Riesling!“, Riesling trocken, Weingut Hermannsberg, Nahe

"Der 2012er „Just Riesling!“ ist eine perfekte Kampfansage an den endlich aus der Reserve gelockten Frühling! Das im neuen Glanz erstrahlende und auf dem besten Wege zum Kultweingut befindliche Gut Hermannsberg hat es dank der akribischen Hingabe seines Betriebsleiters und Masterminds Karsten Peter geschafft, sich binnen weniger Jahre in den Kreis der zwanzig Spitzenbetriebe Deutschlands zu katapultieren. Der „Just Riesling!“ ist zwar „nur“ der Basiswein, aber doch hat der Rieslingfan hier schon die krachende Mineralik der berühmtesten Nahelagen im Glas. Was andere Weingüter gern hätten, hat Gut Hermannsberg ausschließlich: wahre „Große-Gewächs“-Lagen. Klar, dass da das Erstellen der finalen Blends eine wahre Herkulesaufgabe ist. Damit die Wartezeit auf die Topweine wie Steinterrassen, die Großen Gewächse um Bastei, Kupfergrube oder den Hermannsberg nicht zu lang wird, solltet Ihr diesen frischen, knackigen und wahnsinnig mineralisch-saftigen Wein trinken. Quasi: Just for the fun of it!"

Julien Morlat aus dem Dallmayr in München empfiehlt den 2012er Escherndorfer Lump Silvaner vom Weingut Rainer Sauer in Franken

Julien Morlat (Dallmayr, München)

Der Wein: 2012 Escherndorfer Lump, Silvaner Kabinett trocken, Weingut Rainer Sauer, Franken

"Die Leidenschaft Rainers Sauers aus Franken gehört der fränkischen Paraderebe Scheurebe, und in der Perfektion der Stilistik hat er die Messlatte inzwischen so hoch gelegt, dass er für mich schlicht und einfach die Referenz im Lande darstellt. Der neue Jahrgang begeistert durch das gesamte Sortiment, und so sichere ich mir – fast schon traditionsgemäß – einige Weine des Guts. 

Beim Kabinett sind die vollausgereiften Trauben schon im ersten Eindruck erkennbar – gelb- und rotschaliges Kernobst dominiert das Bukett. Saftige Lebendigkeit und ein Mund voll Wein sind die logische Konsequenz beim ersten Schluck, Williamsbirne und Rhabarber sind erkennbar. Weiter fällt eine feine Cremigkeit und ein angenehmes Mundgefühl auf. Der Wein besitzt Strahlkraft und eine überaus appetitliche Pikanz. Universeller geht's nicht!"

 

Bestellmöglichkeit des Sommelier-Pakets:


Das Wein-Paket der Sommeliers

Ihr habt die Möglichkeit, das Paket bestehend aus den sechs besprochenen Flaschen bei Deutsche-Weine.com zu bestellen. Der Preis beträgt 55€ zuzüglich der Versand kosten. Hier geht es zum Online-Shop. Wir sind gespannt, was Euer Favorit ist?

 

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