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Seien wir ehrlich: So gut die Kreationen unserer besten Köche auch sind, bleibt das Essen doch ein sehr flüchtiges Vergnügen. Man speist, genießt und begeistert sich – und doch verblasst mit der Zeit die Erinnerung. Manchmal aber, meist völlig unerwartet, bekommt man es mit einem Gericht zu tun, das sich förmlich in jenen noch unerforschten Bereich des Gehirns einbrennt, der für die Speicherung kulinarischer Offenbarungen zuständig ist. Solche Erlebnisse sind es, wonach jeder Gastrosoph sucht: Mit unserer neuen Serie geben wir all jenen Gerichten eine Bühne, an die wir seit Monaten, manchmal gar seit Jahren immer wieder denken müssen. Jene Geniestreiche großer Köche also, bei denen man schon nach dem ersten Bissen weiss, dass man es mit einem Geschmackserlebnis für die Ewigkeit zu tun hat.

Die neuesten Götterspeisen findet Ihr hier

Götterspeise 40: Baba au rhum bei Alain Ducasse


Eine Götterspeise von Alain Ducasse ist der Baba au rhum im Plaza Athénée in Paris
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Den krönenden Abschluss unseres ausgiebigen Menüs bei Alain Ducasse bilder der legendäre Baba au rhum. So viel hatten wir im Laufe der Jahre von diesem Klassiker gehört, und so wenig konnten wir uns vorstellen, was daran so besonders sein soll. Bis wir ihn nun endlich kosteten. Ein unbeschreiblich fluffiger Teig, vollgesogen mit bestem Rum (den man sich aus einer imposanten Auswahl aussuchen kann), darauf eine flaumige Vanillesahne – mehr braucht es hier nicht für die absolute Glückseligkeit. Auch der königlichen Präsentation im Silbergeschirr und der zeremoniellen Zerteilung am Tisch können wir uns schwerlich entziehen. Einen besonderen Kick bekommt das Ganze in unserem Fall allerdings noch, weil wir zwischendurch immer wieder mal einen Löffel der parallel servierten Zitrusfrüchte einschieben. Dieser Kontrast aus Alkohol-Sahne-Baba und eiskalter Agrumensäure hebt das Erlebnis endgültig in götterspeisige Sphären.

Den kompletten Bericht zu unserem Plaza Athénée-Besuch findet Ihr hier.

Götterspeise 39: Soufflierte Étouffe-Taube von Matthias Diether


Eine Götterspeise von Matthias Diether im First Floor ist die Étouffe Taube
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Die soufflierte Étouffe Taube mit Sauce Riche lässt uns bereits aufgrund der visuellen Präsentation und nach der ersten Gabel auch auf geschmacklicher Ebene den Atem stocken! Dies ist eine Götterspeise in gleich mehrfacher Hinsicht. Zur besseren Nachvollziehbarkeit nun eine Abfolge von Superlativen: Ein traumhaftes Produkt, perfekt gegart, mit traumwandlerischer Sicherheit ausgesuchte Begleiter (Pflaumenmousse, Schalottenconfit, Petersilienpürree) und eine Anrichtungsweise, die das Gericht auch für Amnestiker unvergesslich macht.

Den kompletten Bericht zu unserem First Floor-Besuch findet Ihr hier.

Götterspeise 38: Bresse-Taube von Christian Bau


Eine Götterspeise von Christian Bau auf Schloss Berg ist die Bresse-Taube
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Mit Bresse-Taube von 'Mieral', Karotten-Ingwercrème, Taubenleberflan, Jus von Gewürzen und geräuchertem Tee wird ein wahres Highlight aufgetragen, bei dem schon mit dem ersten Bissen ein kleiner Chor aus "Hmmms" und "Aaaahs" am Tisch zu vernehmen ist. Würze, Süße, Schärfe – alles ist ideal austariert und lässt ein perfektes Hauptprodukt in all seinen Facetten (Brust, Keule, Leberflan, Praline aus der krossen Haut) erstrahlen – wahrlich eine Götterspeise.

Den kompletten Bericht zu unserem Schloss Berg-Besuch findet Ihr hier.

Götterspeise 37: Kaisergranat, Spargel und Morchel von Sergio Herman


Eine Götterspeise von Sergio Herman aus dem Oud Sluis ist Kaisergranat, Spargel und Frühlingsmorchel
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Sergio Herman servierte und seine Interpretation des Produkt-Triumvirats Kaisergranat, Spargel und Frühlingsmorchel, erweitert es um Miso-Citrus-Mousseline, Lardo sowie eine Salatcreme – und bereitet uns damit einen Moment vollkommenen kulinarischen Glücks. Perfekte Produkte treffen hier auf eine ebenso perfekte Behandlung und eine vollendete Inszenierung. Die klassische Harmonie von lieblichem Granat, Spargel und erdiger Morchel entwickelt in Kombination mit der feinherben Salatcreme und vor allem mit der säuerlich-kräftigen Misopaste eine Spannkraft, die im Mund förmlich explodiert.

Den kompletten Bericht zu unserem Oud Sluis-Besuch findet Ihr hier.

Götterspeise 36: "Rossini" von Joachim Wissler


Eine Götterspeise von Joachim Wissler aus dem Vendôme ist das Black-Angus-Filet "Rossini" mit Gänseleber und Trüffelvinaigrette.
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Das Black-Angus-Filet "Rossini" mit Gänseleber und Trüffelvinaigrette ist der entgegen aller (ungeschriebenen) Regeln servierte erste Gang. Joachim Wissler wagt hier viel und gewinnt auf ganzer Linie. Das wunderbare Fleisch zerfällt auf der Zunge, umspielt von einer luftig-lockeren Gänselebercreme und der erdig-würzigen Vinaigrette. Die perfekt austarierte Intensität führt am Gaumen zu einer wahren Explosion. Dem Klassiker "Rossini" wird hier jede Schwere und Schwerfälligkeit genommen, es schmeckt herrlich leicht, jeder Bissen wird zu einer kleinen Offenbarung. Einfach perfekt und somit eine eindeutige Götterspeise.

Den kompletten Bericht zu unserem Vendôme-Besuch findet Ihr hier.

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